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Tize Summertour - eine Reise durch die Schweiz

14. Juli - 22. Juli 2018

 

Im Januar 2018 berichtete das Leitungsteam vom Jugendmagazin tize.ch zum ersten Mal von der diesjährigen Summertour. Eine Reise, gesponsert von den Schweizer Jugendherbergen, die an neun verschiedene Orte führen wird. Ich war Feuer und Flamme und obwohl ich erst am 16. Juli zur ausgewählten Gruppe stossen konnte, durfte ich Teil des sieben köpfigen Teams werden. Halte dich fest: es war unglaublich.

Was ist die "Tize Summertour"?

Zunächst sollte vermutlich geklärt werden, was es mit diesem Jugendmagazin auf sich hat. Tize ist ein Jugend-Online-Magazin von der Jugend, für die Jugend. Unter diesem Motto veröffentlichen täglich Jugendliche im Alter von 16 bis 21 Jahren Beiträge zu einem Thema ihrer Wahl. Gegründet wurde das Magazin im August 2015, vom damals 15-jährigen Nils Feigenwinter. Heute umfasst das Team rund 35 Jugendliche, die ihre Freizeit dem Journalismus widmen. Ich selbst bin seit April 2016 aktives Mitglied von tize und konnte die Reise kaum abwarten.

Gesponsert von den Schweizer Jugendherbergen und Samsung war es unsere Aufgabe, von allen Destinationen 1 Video und 3 Textbeiträge zu publizieren. Täglich stand eine grössere Aktivität auf dem Programm, sowie das Filmen der Umgebung.

Startschuss: Bern, Zermatt und dann Interlaken

Da ich zu Beginn noch unpässlich war, stiess ich um halb 11 in Interlaken auf die bereits vom Schlafmangel gekennzeichnete Gruppe. Nach einem Tag in Interlaken, diversen Dreh- und Interview Positionen hatte ich mich schnell in den Rhythmus der anderen sechs eingelebt. Obwohl ich zu Beginn nicht wirklich wusste, welche Aufgabe mir zugeteilt war, konnte ich auf dem späteren Weg nach Luzern bereits besser einschätzen, was zu tun ist. 

Interlaken war unglaublich touristisch. Die kleine Stadt "zwischen den Seen" hat genauso viele Touristen wie Einwohner und blüht in seiner Internationalität auf. Dementsprechend schwierig war es jedoch gebürtige Schweizer für ein Interview zu finden. Trotzdem genoss ich den ersten Tag auf der Summertour in vollen Zügen. Etwas neidisch auf die beiden, die vom Hausberg Harder herunter-paragliden durften, machte ich einige Fotos und versuchte mein Bestes bei meiner ersten Moderation vor der Kamera. Meist hinter der Linse war es ungemein ungewohnt direkt in die Kamera hinein zu sprechen und dabei möglichst natürlich und keinesfalls aufgeregt oder komisch zu wirken. Gelungen? Lässt sich hier sehen.



Luzern, Locarno und Schaffhausen

Luzern entdeckten wir mit einem Foxtrail. Durch mein nahegelegenes zu Hause kannte ich die Stadt bereits gut, trotzdem entdeckten wir einige interessante Spots. Die Stimmung war manchmal etwas Energiegeladen, welche wir Abends beim gemeinsamen Abendessen aber wieder lösen konnten.

Locarno war ebenfalls ein Ort, den ich bereits mehrere Male besucht hatte. Zum Zeitpunkt unseres Aufenthaltes fand jedoch gerade das berühmte "Moon&Stars" Festival im Zentrum der italienisch angehauchten Stadt statt. Die Ambiente war friedlich, angenehm und die lange Foodmeile lud zum Überessen ein. Nach einem Nachmittag mit den Pedalos auf dem Lago Maggiore hatten Abends vier von uns die Möglichkeit bei James Arthur und Sara Connor Fotos zu machen und somit das Feuer der Zuschauer einzufangen. Es war zudem Zeitpunkt mein absolutes Highlight im Fotograben zu stehen und unter Gekreische der Front Row, den Schweiss von James und seiner heissen Gitarristen bildlich festzuhalten. Das Video findest du direkt hier.

Schaffhausen ist vermutlich meine Lieblingsstadt in der Schweiz. Einen zusammenfassenden Beitrag dazu findest du hier. Die Kleine Stadt im Norden der Schweiz überzeugt mit einer wunderbaren Ambiente und einer verwunschenen Altstadt, mit zahlreichen herausragenden Erkern an den Hauswänden. Auch die Jugendherberge, etwas ausserhalb des Zentrums strahlt einen wunderbaren Charme aus (an der Stelle verzichte ich darauf die weckende Kirchenglocke direkt neben der Behausung zu erwähnen!). Nachdem wir einige Aufnahmen gemacht hatten steuerten wir den Adventour Park Schaffhausen an, ein Seilpark, der oberhalb des Rheinfalls verläuft. Während die einen ihren Kick auf den einfacheren Strecken suchten und so ihren Schatten übersprangen, wagte ich mich mit einem Mitglied der Crew Gruppe auf eine längere Strecke und am Ende sogar auf den freien Fall (der natürlich gebremst wurde). Völlig übermüdet und erschöpft kämpften wir uns auf den höchsten Punkt des Parkes und sprangen ohne zu zögern hinunter. Highlight Potenzial - auf jeden Fall!

 


Kreuzlingen, Davos und Zürich

Zu der Ostschweizer Stadt Kreuzlingen lässt sich nicht viel sagen. Ruhig, ruhiger, Kreuzlingen. Mit einem Abendessen in Konstanz konnten wir dir Ruhe zum Glück etwas heben. Nennenswert wäre vermutlich der Bodensee, der zu zahlreichen Aktivitäten einlädt, aber grundsätzlich ist das Städtchen meiner Meinung nach kein Ort für eine Jugend-Gruppe.

Davos hingegen wäre vermutlich unglaublich toll für lange Wanderungen, zum Rodeln und ebenfalls Paragliden. Obwohl die kleine Bündnerstadt ein Touristenmagnet ist, liegt sie friedlich und eingebettet zwischen zwei Bergen und bietet diverse Attraktionen. Leider wurden wir vom schlechten regnerischen Wetter gebremst und machten bloss eine kurze Regenwanderung durch einen nahegelegenen Wald. Das Video ist trotz allem sehenswert und vermutlich mein Favorit (nebst dem Adrenalinkick Schaffhausen).

In Zürich angelangt quälte mich bereits etwas die Nostalgie, da dies nun der letzte Tag der Tour sein wird. Dieser Gedanke wurde aber bald durch unsere Aktivität "Stand Up Paddeling" auf dem Zürichsee verdrängt. Erschöpft kämpften wir zu viert gegen die Wellen und den Wind an, der auf dem Rückweg so stark wurde, dass wir sogar von der Zürcher Seepolizei gerettet werden mussten. Highlight - ich denke schon.



Eine unvergessliche Woche

Obwohl meine Freunde und Bekannte sich vor lauter Schwärmen und Erzählung vermutlich bereits die Ohren zuhalten kann ich es nur ein weiteres Mal betonen - die Summertour war einer meiner besten, abenteuerlustigsten, anstrengendsten und interessantesten Woche! Nicht bloss das Filmen, Fotografieren und Texten machte mir täglich mehr Spass, auch das Team harmonierte perfekt zusammen. Erstaunlich, da wir uns zuvor bloss einmal gesehen hatten und auch dann nur knapp 5 Stunden miteinander verbrachten. Sonntagabends sass ich melancholisch und etwas betrübt auf meinem Bett, klickt nochmals und nochmals durch alle Fotografien und Videos und wünschte mir diese Woche zurück, die mit unbezahlbaren Erinnerungen geschmückt für immer in meinen Gedanken verankert sein wird. 

Als meist schüchterne und ruhige Person hatte ich vor Beginn der Tour ein unbehagliches Gefühl im Magen, da ich nicht wusste, wie ich in die Gruppe passen würde. Diese Stimmung verflüchtigte sich Tag für Tag mehr und am Ende der Tour hatte ich alle Crew-Mitglieder in mein Herz geschlossen. Während ich mich grundsätzlich sehr schwer tue mich anderen anzunähern und mich anzufreunden, geschah dies in dieser Woche nullkomaplötzlich. 

Ich werde es vermissen zu schreiben, vermissen über das gemeinsame Interesse zu plaudern, vermissen am Bahnhof Maccarena zu tanzen und damit alle Blicke auf uns zu ziehen. Ich werde traurig sein, dass sich diese Tour nie mehr so abspielen wird, aber ich werde froh sein, dass ich ein Teil davon sein durfte. Von Herzen deshalb ein dickes Dankeschön an tize.ch und seine unglaublichen Mitglieder, die irgendwie etwas mehr wurden als bloss Online-Whats-App Chats. 

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