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Schaffhausen - Am Rande der Schweiz


18. Februar 2018 / 47° 41′ 48″ N, 8° 38′ 2″ O

 

Ich liebe Fototrips. Besonders die spontanen, die ganz nach Lust und Laune aus dem Bauch heraus entschieden werden. Fünf Minuten bevor der Zug losfährt und die Dame hinter der Theke einkassiert. Einmal Coffee To Go bitte.

Welcome to Schaffhausen

Schaffhausen. Das lauschige Örtchen am Rande der Schweiz, markiert mit dem weitherum bekannten Rheinfall die Grenze zu Deutschland. Die Stadt zählt etwas mehr als 36'000 Einwohner und liegt als eine von wenigen Städten nördlich des Rheins. Schaffhausen ist klein aber oho. Beim Gedanken an die Stadt kommt mir oftmals das bereits ältere Lied "So e chliini Stadt" von Dieter Wiesmann in den Sinn, ein Song, den ich vor 10 Jahren bestimmt noch mitgesungen habe. Seither absolvierte ich im Kindesalter den typischen Besuch am Rheinfall, ging im letzten Jahr alleine an besagten Ort, um einige Schnappschüsse der brausenden Wassermasse zu machen und feierte im Sommer meine Lehrabschlussfeier im Restaurant Krone, dass sich in der Stadtmitte befindet.

 

Zu zweit als bald 20 jährige junge Frauen, war der Ausflug nach Schaffhausen, trotz Wind und Kälte ein amüsanter Erfolg. Wie so oft lachten wir aus vollem Hals, knipsten hier und da, posierten und fielen rittlings um, und lachten abermals, so stark, dass wir die Bäuche hielten. Solche Fotoausflüge liebe ich, sie machen diese grauen und tristen Tage zu etwas ganz besonderen, an das ich gerne zurückdenke.

 

Schaffhausens Altstadt ist mit Pflastersteinen belegt. Die alten Barock Häuser werden von zahlreichen Erkerfenstern geschmückt und sind teils mit detailreichen Verzierungen geschmückt. Cafés und Bars beleben die dünnen Seitengassen, während auf der Hauptstrasse durch die Altstadt, die Einkaufsläden sich Konkurrenzierung. Nach einer warmen Suppe und Tee gerieten wir zufällig zum Schaffhausner Munot. Die Zirkularfestung gilt als Wahrzeichen der Stadt und wurde im 16. Jahrhundert erbaut.



Das Wetter war trüb, unsere Hände kühlten in einen blauen Zustand ab und drohten demnächst ganz abzufallen. Nach einem kurzen Check des Munot, gönnten wir uns nach dem Abgang einen Kaffee und unterhielten derweilen mit lautem Gelächter die anderen Besucher des zentral gelegenen Noordlicht. Ein Stück Torte mit zwei Löffeln, ein tiefsinniges Gespräch und der Tag war perfekt abgerundet.

 

Auf dem Rückweg, fast schläfrig und frierend verstummten wir bald. Aber ich war zufrieden, wie schon immer nach einem Fotoausflug, besonders die kleine Stadt hatte es mir ein weiteres mal angetan. Die verschlafene und irgendwie verlassene Stadt, die im Frühling bestimmt erneut aufblüht und mit seinem Charme verzaubert. Für das perfekte Fotomotiv eignet sich Schaffhausen allemal. Bestimmt auch der bekannte Rheinfall, welcher sich aus naher Nähe jedoch nur gegen kostenpflichtige Führung bestaunen lässt, ist einen Besuch wert. Das nächste Mal.


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