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London #2 - der erste Tag

17.09.2018

Der erste Tag beginnt um 6 Uhr in der früh. irgendwie müde. Irgendwie auch bloss demotiviert und erschlagen. Vermutlich liegt das an dem vergangenen Wochenende, das verbunden war mit diversen höhen und tiefen. Ein spritz Wasser ins Gesicht. Kaffee. etwas Toast mit salziger Butter. "see you later" ruft die Houselady und wir verlassen zu dritt das Gebäude. Jetzt sitzen wir im Zug Richtung London Innenstadt und damit unserem häutigen Ziel: EF School. draussen sehe ich bloss Bäume. Nichts lässt erahnen, dass wir uns in London befinden. Die meisten Leute sind ruhig. Am Musik hören, lesen oder schlafen. Zwei Herren quatschen. Auf Englisch versteht sich; und während ich ihnen so zuhöre, kann ich immer noch kaum glauben, dass dieser Weg für die nächsten neun Monate meine Routine sein wird.

Es ist Abend. Ein erster von vielen Tagen überstanden. Nun, das wirkt zu negativ. Ich lebte ihn einfach. Lebte in den Tag hinein. Ass und trank und unterhielt mich mit Menschen von aller Welt. Auf dem Weg nach Hause - es ist bereits 18 Uhr - ist es wieder ruhig. Alle Menschen, müde von der Arbeit oder der Schule sitzen träge in ihre Stühlen oder halten sich kurz vor dem einnicken an den Halterungen des Zuges fest. Ein Fahrgast, ein etwa 10 jähriger Junge fiel mir auf. Er trägt eine Schuluniform, ganz wie gewohnt in Grossbritannien. Er wirkt müde, seine Augen starren ins Leere, zugleich ziert ihn die Uniform und lässt ihn erwachsen wirken. Dabei denke ich daran, wie eintönig das wohl ist immer dasselbe zu tragen. Und vermutlich darf da auch kein Flecken Schmutz haften bleiben. Und wieso tragen eigentlich alle Mädchen Röcke? Der Junge steigt aus. Der erste Tag ist vorbei, als ich um zehn Uhr in mein Bett sacke, ich presse den kleinen Teddy von zu Hause an mich, und schlafe ein. 

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