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Ibiza - Türkisblau, heisse Luft & nackte Haut


6. August - 10. August 2017, Koordinaten: 3 8° 57′ N, 1° 24′ O

 

So würde ich Ibiza beschreiben. Die spanische Insel, ungefähr 90 km vom östlich spanischen Festland entfernt, gilt als Jugendliche (und zwar unbedingt!) Traum-Muss-Feriendestination. Ganz abgesehen von den schönen Stränden, die man im Meer von Menschen und Badetüchern kaum erkennen kann.

 

Aber beginnen wir ganz vorne.

 

Im Mai 2017 um genau zu sein. Zur Feier meines alljährlichen Geburtstages lud ich einige gute Freundinnen ein. Wir assen gemeinsam etwas und genossen die Zeit. Zur Feier des Tages schenkten mir zwei der Freunde eine kleine Reise (hust - um genau zu sein den Flug, der Rest ging auf mein Konto).

 

Reiseziel Ibiza.

Meeresblick.

Pool.

Spa.

Gutes Essen.

Und grosse Partys.

Mit Alkohol versteht sich.

 

Ich freute mich. Obwohl ich eine der schlechtesten Strandlieger überhaupt bin. Aber ich freute mich. Nicht bloss weil ich mit zwei guten Freundinnen einige Tage fernab von zu Hause verbringen durfte, sondern weil ich ansonsten nicht aus dem Haus kommen würde.

Um es kurz zusammenzufassen: Ibiza ist schön. Wirklich und ungelogen, die Insel hat ihren ganz persönlichen Reiz. Wäre da nicht dieser grosse Andrang an Touristen, die sich auf die günstigen Getränke, auf Wasserattraktionen wie Surfen oder Jet-Ski fahren oder auf eine der 20 Partys, die jeden Abend stattfinden, stürzen würden. Und dieses angebliche Klischee wurde mir tatsächlich bestätigt.

 

Am Sonntag checkten wir - nach einer 160 km/h Taxifahrt Richtung San Antoni - voller Erwartung im Hotel ein. Zu unserer grossen Freude erhielten wir sogar ein Upgrade und wurde in die 6-Bett Suite umgebucht, was mehr als meiner eigentlichen Zimmernorm entsprach. (Ich gebe mich auch gerne mit kleinen Massenschlägen zufrieden).

Die türkisblaue Farbe

Damit ist naheliegen das Meer um Ibiza herum gemeint. Klar, frisch, und türkisblau. Wie man sich so ein Meer eben vorstellt. Es war warm, erfrischend, höchstwahrscheinlich voller Schmutz der badenden Menschen und deren Abfall, und zudem war es auch salzig, aber abgesehen davon ein Vergnügen.

Die heisse Luft

Selbst luftige Kleider vermochten der Hitze nicht entgegenzuhalten. Obwohl es gar nicht übermässig kalt war, lief der Schweiss gelegentlich in Bächen an uns dreien herunter. Vielleicht lag die Hitze nicht bloss an der nie zu verschwindenden Sonne, sondern gelegentlich auch an diversen Bekanntschaften, die wir machten. Ich denke gerne an die langen Nächte zurück, die doch - obwohl die Sonne nicht schien - zu gewissem Schweiss geführt hatten. Aber nein, halt stop, das Kopfkino dürft ihr gleich wieder unterlassen!

Die nackte Haut

Tja, ob Mann oder Frau, ob jung oder alt, es gab von allen Sparten ein paar, die sich nur auf das notwendigste Höschen bekleideten. Was meiner Meinung nach nicht schlimm oder gar sexuelle Belästigung wäre. Auf spanischem Terrain scheint die nackte Oberweite akzeptiert und legitim, während bei mir zu Hause bloss ein kleiner Strand jenen gewidmet ist, die diese Art des "sünnelen" bevorzugen. Abgesehen davon ist es bei der Hitze nur verständlich, in schlichtem Bikini oder Badehose umherzuwandern. Gleichzeitig fand ich es amüsierend, wenn sogar in einigen Restaurants Schilder wie "Oben ohne nicht erlaubt". Trotz allem schienen meine Freundinnen den Trend nicht ganz so zu verstehen wie ich. Sie wirkten etwas verwirrt, verständlich bei diesem ungewohnten und etwas skurrilen Anblick. 

The Place to be oder vielleicht doch eher nicht

Ibiza ist in der Tat ein Ort den man einmal gesehen haben sollte. Und sei es auch bloss, um sich selbst ein Bild von der Party Insel machen zu können. Ganz abgesehen davon, lässt es sich hervorragend chillen und geniessen und einfach mal nichts tun. Das warme, fast nie regnerische Wetter und die gut gelaunten Menschen aus aller Welt, runden den Aufenthalt auf der Insel perfekt ab.

Ähnlich wie Ibiza scheint auch Mallorca aka  Ballermann zu sein. Wobei der Ballermann, überströmt von Deutschen Touristen, tatsächlich nur für Saufgelagen ein guter Ort für "Ferien" ist. Ob diese aber erholsam sind, bleibt offen. Im Gegenzug der Rest der zweiten bekannten spanischen Insel ein Augenweide an Schönheit ist. Aber ich bin mir nicht sicher ob Mallorca meine Insel der Träume wäre, besonders wenn ich mich nach Auszeit sehne und schlussendlich tagtäglich von deutschen Staatsangehörigen umgeben bin. It depends on my mood.

 

Warst du schon mal auf einer der spanischen Inseln?

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