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Dein Traum nach Freiheit

Dein Traum von Freiheit. Die Flügel ausbreiten, losfliegen, losfahren, loslaufen, einfach los. Die Freiheit geniessen, das Gefühl von Wind in deinem Haar, deinem Gesicht, Sand unter den Füssen, das grosse Nichts und das grosse Etwas vor dir ausgebreitet. Die Freiheit, zum Greifen nahe, nimm sie und lass sie nicht mehr los.

Ich sehne mich nach dieser ungebändigten Freiheit, ohne Druck, ohne Stress, ohne tagtägliches Jammern, ohne Routine, ohne Meckern und ohne Hunger nach Anerkennung und Geld.

"Die Welt hat nie eine gute Definition für die Freiheit gefunden." - Abraham Lincoln

Was ist Freiheit? Wann bin ich denn frei?

Es ist ein Gefühl, mag sein für die einen ein Zustand. Wer eingekerkert zwischen Mauern sitzt, dem scheint die Freiheit bereits ausserhalb dieser Lebensweise zu sein. Dabei ist so ein Gefängnis nahe am normalen Lebensalltag eines normalen Lebens. Bereits das morgendliche Aufstehen, arbeiten, lernen, essen, schlafen, kann für die einen der Raub der einzigen und eigenen Freiheit bedeuten.

Während ich mich an manchen Tagen locker und leicht auf Füssen zur Arbeit begebe, so bin ich anderntags mühseligst unterwegs. Trotte beinahe absichtlich langsam und sträube mich davor einen Finger zu rühren. Suche im Internet nach geeigneten anderen Orten, nach dem Ursprung des Menschen oder lasse mich entführen in andere Welten durch dicke Romane oder Geschichten anderer Freiheitsliebenden.

Ich bin frei, wenn ich mich nicht in diesem Käfig fühle, wenn ich mich vollends entfalten kann, wenn ich die Welt in ihrer ganzen Pracht vor mir sehe. Ich habe dieses ungebändigte Verlangen nach Geborgenheit und dem schwerelosen Gefühl mich gehen zu lassen, inmitten Mutter Erdes Hände.

Natürlich wird es Argumente geben, dass wir niemals richtig frei sind. Dabei ist Freiheit für jeden Menschen ein anders Gefühl. Die einen sehnen sich nach der Ferne, reisen x-Male um den Globus, lernen andere Kulturen und Traditionen kennen und erweitern so ihren eigenen Horizont. Andere fühlen sich in ihrem jetzigen zu Hause freier als irgendwo. Sie beschaffen sich die finanzielle Freiheit mit einem guten Job, sind unabhängig, das Haus wurde abbezahlt und die Familie ist wohlgenährt. Die einen empfinden das Leben auf dem Land für das pure Freiheitsglück, andere brauchen die Hektik der Stadt, um sich selbst zu spüren.

Mein Traum von Freiheit ist noch offen. Ich träume noch und ich denke noch tagtäglich an die Dinge, die es zu sehen und zu erleben gibt. An alle Höhen und Tiefen, an die Welt, die doch für uns alle offen steht. Ich träume von der Weite, träume von Sandstränden, von harten Felsen, von neuen Gesichtern und einzigartigen Nächten unter dem Himmel. Mag sein, dass ich meine Träume zu hoch stecke, aber von was soll ich den Träumen, wenn sie alle in Erfüllung gegangen sind?

Ich blicke von meinem Computer-Platz nach draussen. Die Winde recken sich im Wind, die grünen Blätter wippen sachte mit. Die Gräser schaukeln, ich könnte es beinahe riechen.

"Nenne dich nicht arm, wenn deine Träume nicht in Erfüllung gegangen sind; wirklich arm ist nur, der nie geträumt hat."

Ich möchte weg. Ausbrechen aus diesem normenbespickten Alltag, der mir bis zum Hals steht. Natürlich liebe ich meine lieben guten Freunde. Liebe meine Familie, die mich grösstenteils tun und machen lässt, was ich für richtig halte und dafür danke ich. Ich liebe mein zu Hause, das kleine Dorf, in dem ich meine Kindheit und das Aufblühen zu einer 20-jährigen Frau verbrachte. Aber das Gefühl nicht ganz vollständig zu sein, nicht ganz mich selbst lässt mich nicht los und zieht mich nach draussen. Es reisst mich weg von hier, hinaus in die Welt, egal wie beängstigend es sein kann. Ich habe höchsten Respekt vor anderen Ländern, von den Menschen, die einen anderen Alltag leben als ich selbst. Die andere Zeiten hinter sich haben und andere Traditionen feiern. Aber meine Neugierde und mein Wissensdurst, verbunden mit der inneren Abenteuerlust überbrückt die gesamte Schüchternheit und Ängstlichkeit.

Lass es los. Lass alles los. Lass unnötige Dinge hinter dir. Lass deine Wohnung hinter dir. Lass deine Mama, deinen Papa hinter dir - für gewisse Zeit jedenfalls. Und brich auf in die Welt. Sie hat so viel zu bieten, so viel zu entdecken. Und wenn dich die Angst quält oder die Unsicherheit, dann überwinde sie gekonnt. Einen Studienplatz hat noch jeder erhalten, der sich bemühte. Es gibt unzählige Möglichkeiten und meines Erachtens ist kein Mensch von Grundherein böse und kaltblütig. Die meisten sind herzoffen und bereitwillig dir zu helfen.

Ein Traum sollte gelebt werden, ein Traum ist nicht da, um ihn nur zu träumen. Ein Traum ist mehr als bloss ein Hirngespinst deiner Gedanken, er ist tief verankert in deiner Seele und möchte verwirklicht werden.

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