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9 Erkenntnisse eines Solo-Städtetrip


Letztens verbrachte ich ein verlängertes Wochenende in der Hauptstadt Österreichs: Wien. Und, alleine.

 

Folgendes habe ich daraus gelernt:

 

#1. In meiner jetzigen Lebenslage als 19-jährige werde ich mir zukünftig einen Reisepartner zur Seite nehmen. Mein Andrang erlebte Dinge zu teilen ist zu gross, um stillschweigend alles in mich hineinzufressen. Obwohl ich vielleicht zu der ruhigen Menschenart gehöre, so mag ich es ebenso wenig, tagelang niemanden

 

#2. Ich bin nach wie vor zu schüchtern und zu zurückhaltend, um auf fremde Leute zuzugehen und diese nach ihrem Alltag als Wiener zu fragen. Ich würde liebend gerne mich von den Bewohnern der Stadt herumführen lassen, wie auch meine Mutter Anno dunnemals die Gelegenheit erhielt, aber - ach - es geht wohl (noch) nicht.

 

#3. Ich liebe es Menschen zu beobachten. Was zuvor bereits zu meiner Lieblingstätigkeit in Cafés gehörte, wurde mir während diesen Tagen abermals bestätigt. Nirgends lässt es sich besser entspannen, zurücklehnen und Menschen betrachten, als in einer gemütlichen örtlichen Café-Stube mit einem Cappuccino.

 

#4. Ich beobachtete - wie bereits erwähnt - viel mehr. Ich bemerke die Bettler in der einen Ecke, die spielenden Kinder in der anderen. Das verliebte Pärchen dort drüben und die Gruppe Touristen dort hinten. Ich sehe kleine Schatzgegenstände in verwunschenen Geschäften und erblicke mit dem Sensor meiner Kamera die verrücktesten Motive.

 

#5. Durch das Alleine Reisen habe ich erstmals gemerkt, dass diese Art des Entdeckens mir nicht ganz entspricht. Ich mag es Ausflüge in der Gegend, simple mit meiner Kamera ausgestattet zu unternehmen. Abends liebe ich es jedoch mit einer bekannten Person mich auszutauschen oder zumindest einige gute Gedanken zu wechseln.

 

#6. "Spring über deinen Schatten!" Das muss man wohl oder übel tun, als Solo-Traveler. Besonders als ruhige Person fällt es einem eventuell doppelt so schwer, Dinge zu tun, als wenn man zu zweit unterwegs ist. Auch peinliche Momente hofft man alleine zu vermeiden. Mein Kopf wird knallrot und das Peinlich-Level steigt auf die 1000 an.

 

#7. Die Sache mit dem Lachen. Ich lache gerne, vergnügt und laut (sorry). Aber alleine in einer Stadt, laut lachend - might be weird. Weshalb ich es wahrscheinlich auch bei diesem Punkt bevorzuge, mit einer anderen Person zu verreisen.

 

#8. Weihnachtsmärkte - welche es in Wien an Massen gibt - machen mehr Spass zu zweit. Besonders dann, wenn man umgeben ist von verliebten Pärchen und Freundeskreisen.

 

#9. In Zukunft werde ich bei längeren Reisen einen Kurs buchen. Ob Fotografie, Yoga oder Wanderkurs. Es tut gut sich in Gruppen auszutauschen, so lernt man auf die Schnelle auch als eher introvertierte Person neue Menschen kennen.

 

Insgesamt kann alleine Reisen extrem erholsam sein. Ohne das ständige Geplapper einer anderen Person zu hören. Einfach bloss entspannen, der Musik lauschen, die Menschen beobachten und (und jetzt wird es sehr tiefsinnig) zu sich selbst finden. Spass beiseite, alleine reisen sollte jeder der sich dafür interessiert ausprobieren. Und vielleicht passt es, oder eben nicht.

Ich spreche nur für mich selbst wenn ich sage, dass Solo-Reisen nicht 100%ig meinen Bedürfnissen entsprechen.

 

PS: einen Besuch ist Wien jedoch auf jeden Fall wert. Ob alleine oder mit Kompane.

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