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5 Merkmale, wie du Menschen effizient labeln kannst


1. Das äussere Erscheinungsbild

Wie wirkt die Person, in deinem Visier? Wie ist sie gekleidet? Erinnert sie dich vom äusseren her an jemanden? Dann steck sie genau in die gleiche Schublade, so unterschiedlich werden sie kaum sein.

 

2. Religion

Frag die Person direkt, oder ihre Bekannte, nach der Glaubensrichtung, ein weiteres Label fällt dir direkt in den Schoss.

 

3. Herkunft

Wo kommt die Person her? Fällt sie in die Kategorie Einwanderer, musst du dies auch nicht weiter einschränken. Ob sie nun perfekt Schweizerdeutsch spricht, oder erst vor einigen Monaten notgedrungen in die Schweiz kam - die Herkunft spricht für sich.

 

4. Der Job

Ob Banker, Bäcker, Bibliothekarin oder einfacher Hauswart. Am Ende sind alle Berufsausüber in ihrem Umfeld die gleichen. Schliesslich haben sie nicht ohne Grund diesen beruflichen Werdegang eingeschlagen. Hierbei sollte man auch auf

Faktoren wie "Es gefällt mir nicht" oder ähnliches ignorieren.

 

5. Der Charakter

Letztlich Entscheidend ist der Faktor: Charakter. Ob gut- oder böswillig, lustig oder depressiv, MPG (Mittelpunktgeil) oder schüchtern. Ein Charakter ist schneller herauszufinden, als man meint. Wechsle einige tiefgründige Worte mit der Person und verbringe ein paar Stunden zusätzlich mit ihr. Ob zu zweit oder in einer grösseren Gruppe.

 

Et voilà so einfach geht das.

 

Aber jetzt mal ganz ehrlich:

Wir brauchen Labels. Wir Menschen benötigen Etiketten, die wir unserem Gegenüber anhängen können. So fällt das Kategorisieren viel einfacher und effizienter. Ebenso werden Vorurteile uns noch schneller um die Ohren geschlagen. Vegan hier, Punk dort, da ein Hippie, Banker dort drüben. Ob gut oder schlecht.

 

Ich hasse die Schubladisierung der Welt.

 

Nicht bloss weil zuletzt mir selbst immer wieder mit Labels behaftet werde, sondern auch ich - ohne es wirklich zu bemerken - mit Etiketten in der Hand umherwandere und sie den verschiedensten Menschen anhänge.

Ich frage mich, weshalb wir uns alle den Kategorien anpassen möchten? Weshalb wir uns unterscheiden möchten, und zwar nicht bloss durch ein anderes Erscheinungsbild an sich, sondern durch die Existenz in einer anderen Schublade.

 

Natürlich sind bei weitem nicht alle so. Viele lassen sich Zeit, verzichten auf oben aufgelistete Merkmale, sondern lassen sich ganz und gar auf die Person vor sich ein. Ein Einordnen findet auf alle Fälle statt. Es ist schlichtweg unmöglich Menschen nicht zu ordnen im Kopf. Auch das äussere einer Person, kann sofort Emotionen oder ähnliches in einem auslösen. Die Kunst ist es wohl, sich davon nicht beeinflussen zu lassen, sondern sich im neutralen Sinne, ein Bild von dieser Person zu machen.

Ob Rasta, Dead-Punk oder Hipster mit Hornbrille. Schlussendlich ist es schön zu sehen, wie verschieden wir sind. Wie unterschiedlich wir uns kleiden, wie wir denken und was wir sagen. Das ist jedoch kein Grund sich von Menschen auszugrenzen.

 

Mut zur einzigen Schublade, mit farbigen Socken gefüllt. In denen du kein einziges gleiches Paar finden wirst.

 

Wir sind bunt, farbig und haben die Möglichkeit uns auf verschiedenste Arten und Weisen zu präsentieren. Wieso sollten wir uns definieren lassen, von Etiketten, die wir uns nicht selbst verliehen habe. Als hätte ein Käufer die Möglichkeit sein gekauftes T-Shirt selbst mit einem Preis zu etikettieren.

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