· 

Klöntalersee - ein Geheimtipp im etwas unbekannteren Glarus

16. Juni 2018 /  Koordinaten: 47° 1′ 32″ N, 8° 58′ 50″ O

 

Ein warmer Tag, ohne eigentliches Ziel, ohne wirklichen Grund, aber ein Auto und ein unbekannter Kanton, den ich noch fast nie zuvor besucht hatte.

Glarus - 1352 zur Eidgenossenschaft

Der Klöntalersee liegt im Kanton Glarus und ist bei Wanderern, Fotografen und besonders bei diversen "Wanderlust-Instagram-Influencern" bereits bekannt. Ich selbst besuchte den Kanton beinahe zum ersten Mal bewusst. Das Glarnerland ist etwas abgeschottet und nur durch zwei S-Bahnen einmal quer durch den Kanton zu erreichen. die Fahrt mit dem Auto ist demnach zu empfehlen, aber natürlich kein muss. Glarus ist ganz anders als Zürich und Winterthur (Na, da wärst du bestimmt nie drauf gekommen). Die Natur ist nach wie vor präsent in dem beinahe Urkanton und ähnelt von der Umgebung her den drei ersten Eidgenössischen Kantonen Uri, Schwyz und Unterwalden (bzw. Ob- und Nidwalden). Bereits 1352 hatte Glarus ein festes Verhältnis zur Eidgenossenschaft.

Der Kanton umfasst 27 Gemeinden und zählt gut 40'000 Einwohner. Das besondere an Glarus - im Jahr 2007 wurde das Stimmrechtsalter auf 16 Jahre heruntergesetzt. Ausserdem ist Glarus auch heute noch eine Landsgemeinde. Jährlich am ersten Sonntag im Mai, versammeln sich alle Stimmberechtigten und wählen öffentlich den Landamman, den Landesstatthalter und weitere Positionen.

Der Klöntalersee

Der 3.3 km² grosse See entstand durch einen Bergsturz und liegt 848 m.ü.M. Der Name kommt vermutlich vom zufliessenden Fluss "Klön". Im Süden des Sees erhebt sich zudem er Glarner-Hausberg "Glärnisch" mit rund 2904 m.ü.M und im Norden ragt der Dejenstock mit 2012 m.ü.M. in die Höhe.

Den Klöntalersee erreicht man ab Glarus mit einer engen Passstrasse, mit geringen Ausweichmöglichkeiten, je nach dem zahlreichen lebensmüden Velofahren und mehreren Möglichkeiten das Berganfahren zu lernen. Wer es ohne Mühe schafft, hat die Lernfahrprüfung auf jeden Fall bestanden - ich gratuliere!

Nachdem man sich während der knapp 15 Minütigen Fahrt vom Leben verabschiedet hat, erwartet einem oben angekommen tatsächlich der Himmel. Jedoch als reine Metapher, obwohl der Himmel eigentlich gerne so ausschauen dürfte. Direkt neben der Fahrbahn erstreckt sich der Klöntalersee, im schönsten blau-grün und glasklar. Es ist ruhig als wir ankommen, die einzigen Worte waren vermutlich "Wow" und "Ohh", aber eigentlich werden nicht einmal diese Töne dem Anblick gerecht.

Wir ergattern uns einen letzten Parkplatz am Strassenrand und machen uns auf Richtung Wanderweg, der direkt am Ufer entlang führt. Zwischendurch tauchen wir in das kalte und doch erfrischende Wasser ein, sonnen uns und staunen mit gelegentlichen "Wow's" und "Ohh's" über die Naturpracht, die sich uns bietet.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

Lass deiner Meinung freien Lauf...

Kommentare: 0

Teilen?